Literaturübersetzer sind ...

Freiberufler, Netz-Nomaden, Stubenhocker, Weltenbummler, Jäger und Sammler von Wörterbüchern und Glossaren, sprachbesessen und selbstkritisch, die am schlechtesten bezahlten Übersetzer überhaupt und eine Berufsgruppe, die tapfer versucht, ihr Recht vor dem Bundesgerichtshof durchzusetzen, vermeintlich einsame Idealisten am Schreibtisch, unersetzlich, längst nicht mehr unsichtbar, Wasserträger des Literaturbetriebs, grundsätzlich Urheber, überwiegend Quereinsteiger mit akademischem Abschluss, eine große Solidargemeinschaft aus lauter Einzelkämpfern, Sprachchamäleons, in der Regel Mehrfachtäter, zu beneiden, zu bedauern, arme Schlucker, glückliche Menschen, immer am Jammern, immer am Schwärmen, stets auf der Suche nach dem richtigen Ausdruck, die gründlichsten Leser eines Autors, Interpreten in sämtlichen Rollenfächern ... mit anderen Worten: ein buntes Völkchen.